gestern war mein letzter kurstag. heute werde ich wieder beim AMS vorstellig …
der kurs ist vorbei. ich empfinde ein leichtes gefühl des verlustes, einfach, weil das kursbesuchen ein anker in meinem arbeitslosenalltag darstellte. aber nicht nur deswegen trauere ich dem kurs hinterher. ich lernte spannendes und faszinierendes, witziges und interessantes. und ich lernte eine wirklich feine truppe kennen, menschen mit schmäh, humor und ähnlichen interessen. ein abschiedsseiterl am abend, ein versprechen, wir würden einander wiedersehen und … finito.
heute früh bin ich wieder zum AMS bestellt. zum rapport: “hallo, hier bin ich und was passiert jetzt?”
ich gestehe, in diesen zweieinhalb monaten kurs habe ich das AMS und meine nette AMS-dame dermaßen verdrängt – ich weiß beim besten willen nicht mehr in welchem stock des gebäudes sie residiert! auf meiner AMS-karte steht das leider nicht drauf. ich hab’s vergessen zu notieren. peinlich, peinlich. selbst als ich schon im bus in richtung redergasse hocke will mir partout nicht einfallen, wo ich sie finden kann!
doch der mensch ist ein gewohnheitstier. was mein hirn nicht realisiert, wissen meine beinchen. vier stockwerke hoch – ok, das reicht an bewegung, also sollten wir wirklich da sein. ich öffne die glastür zum wartebereich und siehe da: das namensschild meiner AMS-betreuerin strahlt mich richtiggehend an. ich setze mich hin, warte eine weile. warte weiter, werde langsam sauer, weil ich um 7 uhr schon aufstehen musste um den termin um 8 zu wahren - von meiner AMS-betreuerin jedoch keine spur.
da öffnet sich die tür zum AMS-beraterkämmerchen nebenan:
“de frau xx hot a störung und kummt späta”, das gelächter war gigantisch.
“na net des! heat’s as oba auch. na i hob g’meint, des de frau xx in anam g’störten öffentlichen vakeahsmittl sitzt,” der nächste brüller war fällig.
“geht’s mocht’s wos woit’s!”



2 Antworten bis hierher ↓
Karotte // März 10, 2008 um 6:06 |
Hier bin isch wieda! Hab nur ein paar Tage Sonne genossen …
Wahrscheinlich sind die paar wienerischen Sätze jetzt nicht gerade das schlimmste Wienerische, was man hören kann, aber ich musste wirklich zweimal lesen, bis ich vor allem den Teil mit “anam g’störtn öffentlichen vakeahsmittl” kapiert habe. Eure Arbeitslosenbetreuer haben aber wirklich Humor!
kipet // März 11, 2008 um 10:07 |
hi karotte, wohin hat es dich denn verschlagen?
mit humor geht anscheinend alles leichter. war wirklich eine witzige situation weil vom AMS-berater total ungewollt!