was tun wenn man was tun muss, aber der zündende gedanke will sich nicht einstellen?
jetzt sitz ich da.
an einem sonntag.
die zeit zerrinnt mir zwischen den fingern.
ein job, den ich schon lange angehen hätte sollen will einfach keine form annehmen.
es geistern immer wieder fragmente einer idee durch meinen kopf, aber das rechte will einfach nicht dabei sein. der kick fehlt. der zünder, das schnipsen mit dem fingern … es will sich nicht einstellen.
es fühlt sich an wie eine schreibhemmung.
das leere blatt, das einfach keine initialzündung in meinen kleinen grauen zellen bewirkt, damit es beschrieben werden kann.
die absolute funkstille.
tipps gab’s ja im laufe meines lebens schon viele:
- trink ein glaserl rotwein
- geh eine runde spazieren
- schalt ab - lies was, geh ins kino, besuch ein theater …
der versuch mit dem wein endet mit einem blöden schädel am tag danach. die arbeit ruht immer noch bedrohlich auf meinem schreibtisch und grinst mich hämisch an. was dem brummschädel auch nicht gerade wohl tut.
das spazierengehen ist so recht mein ding nicht. ohne ziel und sinn durch die gegend latschen bringt mir nichts. macht mich unrund.
abschalten kann ich. perfekt. ich bin der “king” im abschalten. leider haben lesen, kino gehen oder theater anschauen bei mir den effekt, dass ich all das lieber tu als mich hinzusetzen und endlich meine arbeit anzugehen.
ich leide an einer ausgewachsenen arbeitshemmung.
selbst das schnüffeln bei der konkurrenz bringt nichts.
hach … ja … hmmm …
wenn ich jetzt so überlege … ich denke, ich probier das noch einmal mit dem wein. diesmal bleibt’s aber bei einem glaserl.
in diesem sinne: hoch die tassen, prost! ![]()
7 Antworten bis hierher ↓
Frau Weitergelesen // Mai 4, 2008 um 5:03 Uhr nachmittags
Oh Gott, wie sehr ich das kenne. Verdammte Schreibhemmung. Gerade dann, wenn’s nicht passieren darf.
Patentrezepte hab ich leider keine. Das mit dem Wein kann ich bei mir vergessen, weil ich dann nix Gescheites mehr schreiben kann. *g* Ich trink zu wenig und ein Glas Wein hinterlässt Spuren im Gehirn.
Hoffe, du hast es noch aufs Papier bekommen?!
coltaine // Mai 5, 2008 um 10:11 Uhr vormittags
stell doch einfach mal dein problem vor, vielleicht hat ja einer deiner Lesenden den Funken über ^^
kipet // Mai 5, 2008 um 11:29 Uhr vormittags
dank euch beiden!
eineinhalb gläser rotwein später und meine krativitätsblockade war geschichte. gott sei dank! ich bin zwar jetzt noch so im endfeilen, aber ich denke, dass das ergebnis ganz brauchbar sein wird.
aber bei der nächsten blockade, werde ich deine idee, coltaine, mal aufgreifen. vielleicht bringt das blog-brainstorming wirklich etwas!?!
Erin // Mai 6, 2008 um 6:29 Uhr vormittags
Hast Dus gut, dass ein gals Wein hilft! *neid* Meine Blockade währt nun etwa 2 Jahre und es will sich nicht bessern. Ich hasse es.
Viel Erfolg weiter!
kipet // Mai 6, 2008 um 10:43 Uhr vormittags
es gibt da ein altes heurigenliedchen, das der österreichische schauspieler hans moser anno nimmermehr in einem film gesungen hat:
“i muss in meinem früheren leben eine reblaus g’wes’n sein. eine reblaus in einem weingarten bei wien …”
will sagen: die kreative weinwirkung wird durch das wiener gen beschleunigt! *lol-undblödsinnnatürlich!*
nein, im ernst, erin: kreativblockaden sind ein teufelskreis. streift einmal ein winziger geistesblitz die kleinen grauen zellen, muss man ihn sofort festhalten sonst ist er weg - auf nimmer wieder sehen! (deswegen: never leave home without your notizblock en miniature) ich drück dir die daumen, dass du da bald raus findest!
oder - ein anderer vorschlag (geklaut von coltaine): wie wäre es mit einem kollektiven (pseudo)arbeitslosen-brainstorming? können wir gerne machen!?
Frau Weitergelesen // Mai 8, 2008 um 10:31 Uhr vormittags
“never leave home without your notitzblock en miniature” *lol* Da sagst du was… Ich war mal ohne meinen Block unterwegs und schaute dem Junior auf dem Spielplatz beim Rumwuseln zu. Plötzlich hatte ich eine so gute Idee… und keinen Block.
Ich habe mein Portemonnaie duchwühlt und zum Glück alte Kassenbons gefunden. Auf die habe ich dann meine Stichpunkte gekritzelt. Wenn ich ohne Schreibzeug aus dem Haus gehe, fühle ich mich unwohl. Wie ein Junkie, dem sein Stoff fehlt…
Die Idee mit dem Brainstorming gefällt mir. Allerdings bin ich gerade nicht blockiert - helfe aber gerne mit.
Sonnenschein // Mai 8, 2008 um 10:53 Uhr nachmittags
find ich lustig, was ihr da so schreibt.
heute war ich in einem lokal und da war auch eine liebe person am tisch, die auf einmal eine kassabon hervorzauberte um stichworte zu notieren …
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