tagebuch einer (pseudo)arbeitslosen

Online-Kurier: Jobs durch Überstunden-Abbau

August 14, 2009 · 2 Kommentare

Sozialminister Hundstorfer will All-Inclusive-Verträge einschränken und Mehrarbeit steuerlich unattraktiv machen.

Die Theorie hört sich verlockend an: Würde man alle geleisteten Überstunden (307 Millionen Stunden im Jahr) in Arbeitsplätze umrechnen, so ergäbe dies 180.000 Vollzeitstellen. „Dann hätten wir wohl keine Arbeitslosigkeit mehr in Österreich“, schwärmt Sozial- und Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer. Gemeinsam mit den Sozialpartnern will er noch im Herbst zumindest einen Teil der Überstunden in dringend benötigte Jobs umwandeln.

(Den ganzen Artikel könnt Ihr hier lesen.)

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Frage: Wie kommen so viele Überstunden zustande?

Antwort: Weil man Personal einspart und den verliebenen Indianern all die Arbeit aufbrummt, die dereinst wenigsten ein zweiter Kollege teilweise miterledigt hat.

Oder: Siehe Blogeintrag von gestern! :-)

Kategorien: Blätterwald · arbeitendes · arbeitsloses

2 Antworten bis hierher ↓

  • Sonnenschein // August 20, 2009 um 6:13 | Antworten

    ach gott.
    traurig, dass ein mann der aus der gewerkschaftsriege kommt, nun aus diesem horn pausaunt.
    scheint so, als ob er noch nie in seinem leben die situation erlebt hat, dass man überstunden machen muss. nicht regelmässig, sondern anfallsweise, wie es die situation eben erfordert. den rest sitzt man ohnedies eventuell da und hat schier nichts zu tun und der tag endet nie.
    abgesehen davon sollte man bei all diesem geplapper bedenken, dass nicht jeder auch jede arbeit im handumdrehen im gleichen tempo, mit dem gleichen notwendigen rundumwissen, mit der gleichen präzision, geschwindigkeit und exaktheit erledigen kann. Nicht, weil ihm die fähigkeit fehlt, sondern einzig und allein das verweilen auf diesem 1 arbeitsplatz, der – wie oben schon erwähnt – fallweise grossen einsatz fordert und dann in geringe beschäftigung übergeht. dafür 2 arbeitskräfte anzustellen ist für die wirtschaft sicher nicht tragbar.
    und wir wissen ja, die lohnnebenkosten betragen immerhin zur zeit mehr als 100 % des bruttogehaltes eines angestellten/arbeiters.

  • kipet // August 20, 2009 um 11:33 | Antworten

    Nun ja, Sonnenschein. Heute sieht die Sache aber ein bisserl anders aus: 1 Arbeiter, der voll arbeitet wird aus Kostengründen gekündigt, die Arbeit des gekündigten Kollegen einem weiteren voll arbeitenden Kollegen aufgebürdet. Und das Spielchen lässt sich in unendlicher Pyramidenspielform weiter verjüngen.

    Heute schaut es tatsächlich so aus, dass ein Arbeiter/Angestellter das Arbeitspensum zu erledigen hat, das früher mehrere Kollegen verrichtet haben. Aber aus Angst seinen Arbeitsplatz zu verlieren wehrt er sich nicht gegen die immer stärker werdende Arbeitslast, bis er zusammenbricht und Symptome wie Burnout erwischt. So schaut’s heute aus. In der Privatwirtschaft sieht man selten noch einen Mitarbeiter „nichts“ oder „wenig“ tun … Arbeiten in der Privatwirtschaft bedeutet 150 bis 200% Durchhackeln nonstop. Nicht mehr und nicht weniger.

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