Mein Schritt in die Selbständigkeit hat mir eines wieder gebracht: Freude an der Arbeit!
Ich arbeite gern. Habe es immer schon getan. Die Zeit der Arbeitslosigkeit machte mich mürbe, machte mich für meine FreundInnen teilweise nicht mehr tragbar – was konnte ich denn schon groß erzählen? Immer wieder mein Leid und meinen Frust klagen? Andererseits, wer hört einem sonst zu? Der oder die BeamtIn vom AMS? Miese Laune, triste Gespräche, ehrliches Mitgefühl in den Gesichtern meiner Gesprächspartner, das Lachen verging mir …
Jetzt arbeite ich von zu Hause aus. Mein Katzentier schlummert und schnurrt friedlich irgendwo in meiner Nähe. Oft bin ich beruflich unterwegs, hole mir Input und Infos um meine Arbeit zu erledigen. Ich lerne viele interessante Leute dabei kennen – Künstler, Politiker, Fliessbandarbeiter, Uniprofessoren, Studenten, Schüler, Fabriksbesitzer, Reisefraks, Winzer, Otto-Normalos … Zu Hause setze ich mich an meinen Laptop und erledige meinen Job. Das Ergebnis bekommt einer meiner Kunden, die mich dafür auch angemessen bezahlen.
OK, megareich werde ich dadurch nicht. Aber ich kann davon leben. Manchmal schramme ich grad mal so durch – Miete, Strom, Gas, Essen, Pappiessen für meinen Vierbeiner, Steuern. Dann sind da aber wieder auch kleine Extras drin, die ich mir in meinem Arbeitslosendasein nicht mehr leisten wollte.
Aber das eigentliche, ganz besonders große Plus: Mein Hirn werkelt wieder, meine Kreativität ist wieder da. Und: Ich habe Spaß an der Arbeit! Es macht schlicht und ergreifend Spaß, raus in die Welt zu gehen, mich mit Leuten zu unterhalten und daraus meinen Job zu filtern.
Klar. Ich stehe noch am Anfang. Habe keine Ahnung, wohin mich das alles treiben wird, aber ich sehe es als großes, neues Abenteuer, dem ich gespannt entgegenblicken kann.




23. Januar 2010 um 10:23 am
welche wonne, diese zeilen zu lesen!
viel erfolg und weiterhin viel spaß an der arbeit!
23. Januar 2010 um 5:09 pm
Danke, Sonnenschein!
23. Januar 2010 um 6:09 pm
Und ich gratuliere dir, auch wenn es leichter klingt als es sicher ist. Was mich besonders freut, dass dir die Arbeit wieder Spaß macht und du deswegen wieder glücklich bist! *Daumenhoch*
24. Januar 2010 um 12:06 pm
Leicht ist es nicht und erfodert ein großes Maß an Selbstdisziplin. Vor allem, wenn man einige Zeit lang schon arbeitslos war und ein bisserl ein Schlendrian ins Leben Einzug gehalten hat.
20. Januar 2011 um 7:48 pm
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