glatzengefahr, spinnfäden und das salzamt

es ist wirklich frustrierend. beinahe bange ich um meine haarpracht! etwas anderes als haare raufen kann ich momentan nicht, wenn ich an meine zukünftige karriere denke.

haare raufen, bild: www.selbstmanagen.de 

ich scanne die tageszeitungen … niente. ich durchforste die jobwebseiten … nada. nichts, nicht die kleinste stellenanzeige, die auf einen job für mich hinweist! und das AMS lässt mich auch schwer im stich …

langsam bekomme ich eine leise vorstellung, wie es damals war, als die druckergilde in die annalen der geschichte einging. von heut auf morgen gab es einen ganzen berufszweig nicht mehr. klar, ein paar warnende stimmchen werden sich damals schon erhoben haben. aber wer rechnet denn ernsthaft damit, dass der job, der einem jahrzehnte lang sein auskommen finanzierte, plötzlich geschichte wird?

und nun meine eine, die wirklich gern wieder ins berufsleben einsteigen will, kann nicht, weil keiner meinen job inseriert! das viel berühmte vitamin B wäre in meiner lage der einzige ausweg. leider herrscht gerade in meiner branche ein überangebot an arbeitswilligen joblosen, dem gegenüber ein kaum vorhandenes angebot an arbeitgebern steht.

ein weiteres haare raufen ist angesagt — muss ich etwa umlernen? doch wer zahlt mir während des umlernens meine miete, zahlt meinem verwöhnten katzentier das sündteure futter?

ein abermaliger griff ins haar — muss ich vielleicht sogar auswandern? mein schönes wien verlassen? familie und freunde adieu sagen?

spinnennetz; bild: www.sensor.ch 

spinnen wir die story hier weiter: wohin soll ich denn gehen?
nach deutschland – der sprache wegen? aber geh, da geht’s in meiner branche genauso zu!
oder zu unseren eidgenossen in die schweiz?
lieber wäre mir da ein land im süden, mit meer. zimmer mit meerblick. mit dem laptop am strand … geschichten ausdenken … ein traum! aber da fehlt’s mir wieder an sprachlichem können. und – ganz klein nebenbei – an monetas!

bleibt eigentlich nur noch mich als freelancer durchs leben zu schlagen. doch wer braucht einen freelancer, wenn man schon keinen job ausschreibt?

spinnen wir diesen punkt weiter, sehe ich mich mit meinem katzi und meinem laptop auf dem schoss unter der brücke hausen. vorzugsweise unter der praterbrücke, „weil da zieht’s weniger“, hab ich einmal dem geplauder zweier wiener sandler in der bim erlauscht. wobei: mir persönlich wäre die salztorbrücke allein des namens wegen schon sympathischer.

salztor – salzamt – beschwerden am salzamt abgeben.

und das werd ich gleich mal tun: mich am salzamt beschweren, sonst bleibt mir weiter nichts anderes übrig als das haare raufen beim alltäglichen inserate-check und das spinnfäden weben beim träumen von einem leben am meer!

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6 Kommentare zu „glatzengefahr, spinnfäden und das salzamt“

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