Neuer Job im Ausland …

… für 69 Euro monatlich

Heute gelesen im „derStandard“ (11.05.09):

Neuer Job im Ausland für 69 Euro monatlich

Paris – Die französische Textilfirma Carreman bot ihren Mitarbeitern an: „Arbeiten Sie für uns künftig in Indien für 69 Euro im Monat. Es gilt die Sechs-Tage-Woche. Dafür ist ein 13. Monatsgehalt garantiert.“ Ein Maschinenbauer im Elsass bot Mitarbeitern an, sie in Rumänien für 110 Euro monatlich weiter zu beschäftigen. Schuld an den Offerten sei das Gesetz, sagt Carreman. Es verpflichte, bei Umstrukturierung Weiterbeschäftigung an anderen Standorten anzubieten. (APA)

ZITAT ENDE!

Was sagt man denn dazu?
Fällt einem dazu noch was ein?

Soziale Verantwortung. Fremdworte im Wirtschaftsleben unserer Zeit?
Wie kann man sich da noch in den Spiegel schauen?
Menschenverachtend, diskriminierend und einfach unter aller Sau. Sorry, das musste sein!

Wenn ich bedenke, in früheren Zeiten hätte die Gewerkschaft bei Meldungen wie diesen weltweit aufgeschrien und gestreikt auf Teufel komm raus. Berichte wie diese sollten genau solche Institutionen zum Kampf mobilisieren.

Wie kann es solche Gesetze, menschenverachtende Gesetze überhaupt geben? Wo ist hier – einmal mehr – die Politik, ob Europa- oder Staatspolitik – schnurz egal!?  

Der Arbeiter – Spielball der Mächtigen und ein Schaf am Opfertisch der Reichen. Moderne Sklaverei, das ist’s was mir dazu spontan einfällt.

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5 Kommentare zu „Neuer Job im Ausland …“

  1. wahnsinn ……… !!!!!

    aus meiner sicht ist das das endprodukt von gewerkschaft und sozialismus.

    # zu viele versprechungen an die arbeitnehmer (um sich nach nicht mehr notwendig sein selbst am leben zu erhalten)
    # unrealisierbare forderungen an die unternehmen (löhne, lohnnebenkosten, sozialleistungen etc)
    # unwirtschaftlicher umgang mit dem der politik durch steuern zur verfügung gestelltem geld
    # mangelnde bis nicht vorhandene kontrolle von banken, börsen

  2. 69Euro im Monat?

    wenn möglich dann noch selber die Anreise bezahlen – „toll“ muss ich schon sagen

    gut in Indien sind die Kosten nicht so hoch, wie in Deutschland – aber trotzdem kann man da nur mit dem Kopp schütteln

  3. Es ist schon fantastisch, was sich manche Chefs so erlauben und es ist gesetzlich sogar gedeckt.

    Ob das Auswüchse der Gewerkschaftspolitik sind, wage ich, ehrlich gesagt, zu bezweifeln. Das ist Neo-Kapitalismus in seiner reinsten Form.

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