Wiedersehen mit dem WIFI

Ein halbes Jahr habe ich es mir gestattet bei einer NGO-Firma für einen Netsch an Bezahlung zu arbeiten. Wieso?

Jetzt kann ich es auch von mir behaupten, Mindestlöhner – oder ein Working-poor-Communitymitglied gewesen zu sein.

Ob man das in seiner Vita braucht?
Ned wirklich.

Wieso ich das gemacht habe?
Ich wollte einfach nimmer arbeitslos sein.

Also, ein halbes Jahr für weniger arbeiten als ich Arbeitlose gekriegt habe. WEITAUS weniger, wohl gemerkt. Alles in allem, war’s eine schöne Erfahrung. Ich hatte sehr nette Kollegen, lernte eine Menge dazu. Auch ärgerte ich mich über Überstunden, die nicht bezahlt wurden, Sondereinsätze, die ebenso wenig bezahlt wurden wie die Überstunden … Das macht selbst den geduldigsten Menschen irgendwann mürbe. Hätte die Bezahlung gestimmt, ich wäre wahrscheinlich heute noch dort.

Jetzt geh ich also wieder einmal im Monat zum AMS. AMS – geliebte Heimat? YAK! Immer noch haben die Herr- und Frauschaften beim Arbeitsamt nix dazu gelernt. Immer noch blanke Unwissenheit quer übers Gesicht bei Fragen meinerseits, die vielleicht ein bisschen jenseits des Mainstreams gestellt werden. Und wieder wurde mir ein Kurs „angeraten“. Diesmal allerding ein wirklich guter, der sogar in mein Berufsfeld passt.

inDesign heisst das Zauberwort.

Zwei Wochen lang an zwei Tagen drücke ich also wieder die WIFI-Schulbank.

Traute Heimat süßer Lehrstunden.

Ewiges Vergessen gewisser Kurzbefehle am PC.

Große Aha-Erlebnisse und ein wirkich nützliches Werkzeug an Kreativität.

Danach geht’s ans Eing’machte …
Der große Karriereschub.
Der Traumjob.
Die Traumbezahlung.

Fromme Wünsche. Ich schätze, ich werde sie gleich mal am richtigen Ort und an richtiger Stelle deponieren. Morgen. Vielleicht hört der große, gehörlose Mann da oben einmal auf mich armes Erdenwürmchen hier unten, dass sich nach ein paar wesentlichen, allgemein gültigen Dingen sehnt … 🙂

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2 Kommentare zu „Wiedersehen mit dem WIFI“

  1. hab gar nicht damit gerechnet, dass du wieder mal etwas auf diesen blog stellst ….

    klingt nicht sehr aufregend und schon gar nicht zufriedenstellend, was du da so schreibst.

    solltest vielleicht doch mal versuchen im universum deinen wunsch ganz präzise zu definieren? wer weiss … vielleicht hilft es.
    genau definiert, mit dem richtigen und selbstverständlichen optimismus gepaart mit zuversicht und „steht mir ganz einfach zu“.
    deinen ganz persönlichen beitrag auch in sachen solidarität zur arbeitslosenwelt hast du ja auch schon absolviert …

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