In der Warteschleife

warteschleifeDer Sommer ist schon seit Schultagen meine Lieblingsjahreszeit. Urlaub. Ausspannen. Ferien machen. Dolce far niente. Doch dieser Sommer macht mich mürbe…

Bald geht’s los! Vor Freude könnte ich schier im Kreis hüpfen, ständig den Singsang zwitschern: Bald geht’s lohooos! Bald geht’s lohooos! Innerlich sitze ich jedoch wie auf Nadeln… Ich kann’s kaum erwarten bis der Herbst endlich ins Land zieht und ich mit meinem Universitätslehrgang „Library and Information Studies“ beginnen darf. Einzig ein langer Sommer liegt zwischen meiner auswegslosen, nervtötenden Arbeitslosigkeit und der Chance auf einen beruflichen Neubeginn.

Klar, kann ich die Zwischenzeit mit Dingen, die noch dringend zu erledigen wären nutzen – wie zum Beispiel den längst überfälligen Frühjahrsputz nachholen, die zahllosen Bücher lesen, die sich auf meinem Nachttischchen stapeln, Freunde treffen, ins Schwimmbad gehen…

Doch nichts hilft. Ich kann keinen Willen finden, der mich dazu anleitet den Staubwedel zu schwingen. Oder die Fenster zu putzen. Unter uns gesagt, generell mach ich diese Sache namens PUTZEN  sehr ungern und schieb’s gekonnt auf die e-X-tra-L-arge-Bank. Der innere Schweinehund ist in diesen Dingen schon unter „normalen“ Umständen gigantisch! Jetzt ist es schier unmöglich an diesem Wadenbeißer vorbei zu kommen.

Ein bisschen ACCESS lern ich mir noch an. Datenbanken sind das Um und Auf in Bibliotheken. Auch wenn es dafür eigene Programme gibt, kann etwas mehr an Wissen nicht schaden.

Natürlich stünde auch noch die Option zu einem Praktikum in einer Bibliothek zum Thema. Leider gestaltet sich die Suche nach einem freien Platz ein bisschen schwierig. Aber ich bleibe dran. Etliche paar Wochen habe ich ja noch Zeit Bibliotheksalltag zu schnüffeln.

Tatsache jedoch ist: Ich will’s  e n d l i c h  angehen! Lernen. Studieren. Büffeln und Arbeiten schreiben. Meine Gehirnwindungen wieder sinnvoll aktivieren und Neues lernen. Raus aus der Arbeitslosigkeit, dem nichts tun Können weil das Geld hinten und vorne nicht mehr reicht. Wieder das Leben genießen können und auch das Gefühl zu haben es genießen zu  d ü r f e n!

In ein paar Tagen steht mein Canossagang zum AMS an, dem österreichischen Arbeitsmarktservice. Meine Betreuerin ist ein seltener Schatz und ich bin froh bei ihr gelandet zu sein.

Trotzdem stehen ein paar Dinge im Raum, die besprochen werden müssen und die ein bisschen unangenehm werden könnten: Da ich ja im Herbst mit meinem Kurs beginne, habe ich meine aktive Arbeitssuche auf Eis gelegt. Denn welcher Arbeitgeber würde mich schon für die paar Wochen bis zum Oktober aufnehmen wo ich als 45+lerin sonst schon nicht mehr vermittelbar bin? Wie reagiert wohl das AMS darauf?

Nun ja. Die paar Wochen gehen auch vorbei. Ich hoffe schnell, denn das in der Warteschleife hocken macht mir eindeutig keinen Spaß!

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6 Kommentare zu „In der Warteschleife“

  1. Was ich weiß reagiert das AMS bei solchen Plänen die schon am Realisieren sind, sehr kulant, also ich denke das wird so funktionieren dass du bis dahin noch Gelder kriegst. Wie sieht das dann während der Ausbildung aus? Wer finanziert das? Auch das AMS?

    lg Sina die putzen auch hnicht mag

    1. Finanzieren tun das AMS und PVA gemeinsam. Ich bin wirklich sehr dankbar für diese Chance… 😮 Und ich hoffe sehr, dass das AMS in diesem Fall die Äuglein schließt und mich tun lässt. Mehr wissen wir in ein paar Tagen!

      Alles Liebe, Petra

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